Ländervergleich
Arbeitnehmer in Deutschland, die im ersten Halbjahr krankgeschrieben wurden, fehlten durchschnittlich 12,9 Tage an ihrem Arbeitsplatz. Das ergab eine Auswertung der Versichertendaten der KKH-Allianz. Die Saarländer liegen mit einer Fehlquote von 14,5 Tagen deutlich darüber und verzeichneten bundesweit die längsten Fehlzeiten. Die Bayern wiesen mit 11,9 Tagen die wenigsten Fehltage auf.
Krebserkrankungen verursachten bei den Saarländern mit 50,3 Tagen pro Fall die längsten Fehlzeiten, gefolgt von psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungen mit 31,7 Tagen. Häufigster Grund für Krankschreibungen waren Atemwegserkrankungen. Mehr als jeder vierte Krankheitsfall eines Arbeitnehmers im Saarland wurde etwa durch eine Erkältung oder Grippe verursacht. Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems bedingten 16,3 Prozent der Fälle.
Branchenvergleich
Ein Vergleich der fünf Branchen mit den meisten Krankheitstagen im ersten Halbjahr 2012 zeigt: Arbeitnehmer der Branche „Verkehr und Lagerei“ – unter anderem Bus- und Straßenbahnfahrer – waren mit durchschnittlich 14,8 Tagen am längsten krankgeschrieben. Dies ergab eine Auswertung der Versichertendaten der KKH-Allianz, die zu den größten gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland zählt. Auf Platz 2 folgt das Baugewerbe mit einem Schnitt von 14,7 Krankheitstagen. Angestellte in der Wasserversorgung und Abfallentsorgung haben 14,2 Tage am Arbeitsplatz gefehlt. Am kürzesten waren Arbeitnehmer aus der Informations- und Kommunikationsbranche, zu der beispielsweise Redakteure und Journalisten zählen, krank. Diese waren an durchschnittlich 10,6 Tagen der ersten sechs Monate des Jahres 2012 arbeitsunfähig.
(Quelle: Presseportal KKH-Allianz)