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Statement: Fehlanreize im Morbi-RSA führen zu steigenden Krankheitszahlen

Meldung vom: 12.10.2017

Die Frontal 21-Sendung des gestrigen Abends hat anschaulich gezeigt, welche Folgen die Fehlanreize des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs haben. Die Existenzen der Betroffenen können bei einer falschen Diagnose bedroht sein. „Die Beispiele der angeblich Demenzerkrankten haben deutlich gemacht, worum es eigentlich geht – um den Menschen“, betont Dr. Hans Unterhuber, Vorstandsvorsitzender der Siemens-Betriebskrankenkasse SBK. „Es kann nicht das Ziel sein, Vorteilsmaximierung auf Rücken der Patienten und Versicherten zu betreiben, weil die gesetzlichen Rahmenbedingungen es erlauben. Seit Jahren plädieren wir dafür, den Morbi-RSA so umzugestalten, dass die richtigen Anreize gesetzt werden und die Versorgungsqualität der Versicherten im Mittelpunkt der finanziellen Ausgestaltung des Gesundheitswesens steht. Die neue Regierung hat da eine ganz klare Aufgabe.“

Erst letzte Woche veröffentlichte Zahlen verdeutlichen den Trend: Die Deutschen werden – zumindest auf dem Papier – immer kränker. Über fünf Millionen neue im Morbi-RSA finanziell relevante Erkrankungen sind in den Meldungen der Krankenkassen allein in einem Jahr hinzugekommen, ein Plus von 7,4 Prozent. Angesichts einer Gesamtversichertenzahl in der Gesetzlichen Krankenversicherung von rund 70 Millionen eine beachtliche Steigerung. Die im Frontal 21-Beitrag thematisierte Demenz (einschließlich Alzheimer und vaskulärer Demenz) wurde 2016 knapp 115.000 Mal öfter diagnostiziert als noch 2015 (+ zehn Prozent). Die Zahl der dokumentierten Erkrankungen an chronischem Schmerz stieg sogar um rund 955.000 (+ 33 Prozent). Auch bei den so genannten F-Diagnosen (psychische Krankheiten) sind die Verschiebungen deutlich. Knapp 700.000 neue Fälle der schweren Depression sind gemeldet worden, die Fälle der leichten Depression sanken im Gegenzug. Für schwere Depressionen erhalten Krankenkassen deutlich mehr Geld aus dem Gesundheitsfonds als für leichte.

Über die SBK:

Die Siemens-Betriebskrankenkasse SBK ist eine der größten Betriebskrankenkassen Deutschlands und gehört zu den 20 größten gesetzlichen Krankenkassen. Als geöffnete, bundesweit tätige Krankenkasse versichert sie mehr als 1 Million Menschen und betreut über 100.000 Firmenkunden in Deutschland – mit mehr als 1.500 Mitarbeitern in 94 Geschäftsstellen.

Seit über 100 Jahren steht für die SBK der Mensch im Mittelpunkt. Sie unterstützt ihre Kunden bei allen Fragen rund um die Themen Versicherung, Gesund bleiben und Gesund werden. Dies bestätigen auch die Kunden. So hat die SBK beim Kundenmonitor Deutschland 2017 Platz eins erreicht und belegt seit elf Jahren Spitzenplätze. Sie wurde 2017 zum vierten Mal „Deutschlands beliebteste gesetzliche Krankenkasse“ und war 2016 unter den TOP 3 Preisträgern in der Kategorie „Kundenurteil Dienstleistung“ des Deutschen Servicepreises zu finden. Für ihre Zuverlässigkeit, Transparenz und das Preis-Leistungs-Verhältnis erhielt die SBK den Deutschen Fairness-Preis 2016.

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