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Schneller Arzttermin per Gesetz

Meldung vom: 24.07.2015

Um rare Güter muss man sich rechtzeitig bemühen. Termine beim Facharzt sind rar. Aber vorausplanen kann man Krankheit nicht. Wie lange kann es also einem Patienten zugemutet werden, auf einen Termin beim Facharzt zu warten?

Hierzu hat der Gesetzgeber in dem heute in Kraft getretenen Versorgungsstärkungsgesetz (VSG) klare Vorgaben gemacht und die Kassenärzte verpflichtet Terminservicestellen einzurichten. Diese müssen Patienten innerhalb einer Woche einen Termin beim Facharzt vermitteln. Die Wartezeit auf den vermittelten Termin darf vier Wochen nicht überschreiten. Voraussetzung ist, der Patient hat eine Überweisung. Für Termine beim Augen- oder Frauenarzt ist eine Überweisung nicht notwendig. Die Entfernung zum Facharzt muss für den Patienten zumutbar sein.

Wer also Rücken hat, muss sich zunächst beim Hausarzt einfinden, um sich zum Orthopäden überweisen zu lassen. Dann kann der Patient den Service in Anspruch nehmen. Gelingt es der Terminservicestelle nicht, innerhalb der gesetzten Frist einen Facharzttermin zu vermitteln, hat sie einen ambulanten Behandlungstermin in einem zugelassenen Krankenhaus anzubieten.

Richtig glücklich ist niemand mit dieser Regelung. Vor allem die Vertragsärzte fürchten durch die Terminservicestellen zusätzlichen organisatorischen und bürokratischen Aufwand. Aber auch Honorarausfälle, wenn Patienten wegen mangelnder Termine im Krankenhaus behandelt werden. Auch die Patienten werden nicht immer begeistert sein. Denn je schwieriger es ist, einen Termin zu finden, desto weiter werden die Wege sein, die sie zurücklegen müssen. Was hier zumutbar ist, soll bis zum 23. Oktober 2015 festgelegt werden.

„Eine Einschränkung der freien Arztwahl kann ich hier nicht erkennen“, erläutert Frank Henter, Leiter des Geschäftsbereichs Markt bei der BKK vor Ort. „Natürlich können sich Versicherte auch weiterhin selbst um einen Facharzttermin bemühen; sie sind nicht verpflichtet die Terminservicestellen zu nutzen“, so Henter weiter und verspricht: „Dabei helfen wir unseren Versicherten bereits jetzt und werden das auch zukünftig tun.“

Die Vorbereitungen für die Terminservicestellen laufen. Sie sollen spätestens in sechs Monaten – also am 23. Januar 2016 – ihre Arbeit aufnehmen.

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