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Neue Vereinbarung zur Preisberechnung von Zytostatikarezepturen

Meldung vom: 29.02.2012

Einen Gewinn für beide Seiten stellt die neue Vereinbarung über die Preisberechnung von parenteralen Lösungen - insbesondere Zytostatikazubereitungen - dar, auf die sich der GKV-Spitzenverband und der Deutsche Apothekerverband verständigt haben. Wenn Apotheker künftig Zytostatika- oder Schmerzlösungen als Rezeptur herstellen, erhalten sie für ihre Arbeit ab März 2012 pro Lösung 10 bzw. 11 Euro mehr. Gemessen an den Verordnungszahlen von 2011 summiert sich das auf insgesamt 23 Millionen Euro pro Jahr für die Apotheker. Im Gegenzug räumen die Apotheker den gesetzlichen Krankenkassen künftig beim Einsatz von Fertigarzneimitteln in Rezepturen zur Behandlung von Krebserkrankungen höhere Abschläge ein. Die gesetzliche Krankenversicherung kann dadurch Entlastungen von 93 Mio. Euro pro Jahr verbuchen.

„Auf diesem Erfolg werden wir uns keinesfalls ausruhen", kündigt Dr. Antje Haas, Leiterin der Abteilung Arzneimittel beim GKV-Spitzenverband, an. „Das ist lediglich ein erster Schritt zu marktgerechten Preisen." Um im Sinne der Versicherten und Beitragszahler eine gute und zugleich preiswerte Versorgung durchzusetzen, werde man u. a. künftig die Möglichkeit von Preisabfragen weiter gezielter nutzen. So sollen Einkaufsvorteile der Apotheken zugunsten der Versicherten erschlossen werden.

Einen neuen Umgang sieht der Vertrag auch für die Kennzeichnung und Abrechnung von Fertigarzneimittel vor, die nicht vollständig verarbeitet werden. Ab August 2012 werden die von den Apotheken zu liefernden Daten deutlich umfangreicher, sodass Abrechnungen der Apotheken künftig transparenter sind. Neben diesen Neuregelungen wurden redaktionelle Klarstellungen und Anpassungen bei den Rezepturen zur Substitutionsbehandlung (Methadon, L-Polamidon und Buprenorphin) vorgenommen.

Der „Vertrag über die Preisbildung für Stoffe und Zubreitungen aus Stoffen" wie die Hilfstaxe offiziell heißt, regelt in weiteren Anlagen Chemikalien- und Gefäßpreise.

Quelle: GKV-Spitzenverband

 

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